Holzschaft ist nicht gleich Holzschaft

Holzpfeil ist nicht gleich Holzpfeil 

Ein Profi plaudert aus dem Nähkästchen

 

Liebe Bogenschützinnen und Bogenschützen 

 

Kaltes Wetter, 3D Saison in fernen Liven, ideal für das neue Material Set Up und Bau der neuen Pfeile. Ich kann euch Alle beruhigen, es gibt nichts Neues, die Pfeile werden immer noch gleich gebaut wie seit vielen Jahren...Aber wie? Unten findet ihr eine einfache Anleitung mit zusätzlichen Tipps vom Profi. Dazu durfte ich mich vertieft mit Gianfranco Pizzo austauschen, mittels Highspeed Aufnahmen bei uns, wurde wieder einmal mehr klar, dass ein gut fliegender Pfeil A und O vom korrekten Set Up ist. 

 

Vergessen wir Material Spitzengewicht etc...und befassen uns ausschliesslich nur mit dem anbringen der Nocke und Position der Leitfeder. 

 

Tipp vom Profi: Egal nach welchem Prinzip oder Lehre ihre eure Holzpfeile baut, baut alle immer gleich.

 

Nach Lehrbuch: 

Eure Holzpeile weisen eine Flamme auf (siehe Bild), diese Flamme ist immer oben und unten, nicht auf der Seite, beim fertigen Pfeil. Auf einer Seite zeigt die Flammenspitze zu euch und auf der gegenüberliegenden von euch weg. Jene Seite bei der, der Flammenspitz zu euch zeigt, soll unten sein. Warum? Aus Sicherheitsgründen, sollte der Pfeil mal brechen, ist die spitzige Seite oben und nicht unten bei eurer Hand. Das war’s eigentlich schon, Flammenspitze von euch wegzeigend oben, links davon die Leitfeder beim RH Schützen und rechts davon für den LH Schützen. Wenn Ihr so die Nocke leimt, sind schon mal alle Pfeile gleich. In den meisten Fällen liegen somit die Jahresringe (aus Sichtwinkel vom Schützen aus) horizontal, wenn der Pfeil eingenockt ist. Anders gesagt die Leitfeder verläuft in gleicher Linie wie die Jahresringe. Es ist klar, dass ein Baum nicht kerzengerade und total rund wächst. Somit können die Jahresringe, je nach Material (Baumwuchs), Herstellung und Güte leicht verdreht sein. Wir orientieren uns an den Flammenspitzen und gehen so vom zu benockendem Schaftende aus.

 

Wir empfehlen vor dem Pfeilbau die Schäfte zu wiegen und auszuspinen um möglichst gleiche Pfeile zu erhalten und um in Gruppen einteilen zu können. Gewichtsunterschied nicht über 10 Grain, Spineunterschied +/- 2# , so der Profi. In unserem Sortimente findet Ihr nur eigen getestet top Ware unter anderem den "X10 pro Tour" unter den Holzschäften...schaut rein.

So macht’s der Profi: 

Gianfranco rollt erstmal alle Schäfte über eine Platte (Tisch oder der Gleichen) und kürzt den Schaft an dem ungeraden Ende. Danach wird gewogen und gespinet. Der Pfeil ist auf den Spinetester zu legen, so dass die Jahresringe vertikal liegen. Messen und dann 180 Crad drehen und nochmal messen. Jetzt werdet ihr eine weichere und härtere Seite erhalten, unbedingt markieren! Gianfranco benockt und befiedert den Schaft so, dass die weichere Seite nach aussen zeigt, heisst Leitfeder auf die weichere Seite. Jetzt kann es sein, dass die Flammenspitze nicht mehr wie oben von euch weg zeigt. Wichtig, kontrolliert eure Holzpfeile darum lieber einmal mehr auf Verletzung oder Bruchstellen, diese auch der Rat von Gianfranco.

 

Blog wurde erstellt von Gubserbogensport in Zusammenarbeit mit Gianfranco Pizzo, Langbogenschütze, Alter 51, mehrfacher Schweizermeister, Vize Europa und Weltmeister

 

 

Liebe Grüsse Gianfranco und Dani